Drei Themen, die euren Herbst prägen
Seit Ende September gelten neue Regeln für Nachhaltigkeitsaussagen. Eine neue Studie zeigt, wie stark die OTA-Abhängigkeit in Deutschland wirklich ist. Und ein Blick auf Hotel-Abonnements erklärt, warum das Modell verlockend klingt, aber selten hält, was es verspricht. |
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| „Öko", „grün", „klimaneutral" - seit 27. September gelten neue Spielregeln 🌿 |
Am 27. September 2026 trat in Deutschland die EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition", kurz EmpCo, in Kraft. Was sich ändert: Allgemeine Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind nur noch zulässig, wenn sie konkret, nachvollziehbar und belegbar sind. „Grünes Hotel", „öko" oder „nachhaltiger Urlaub" ohne weitere Erklärung reicht nicht mehr.
Besonders sensibel sind Klimaaussagen. „Unser Hotel ist klimaneutral" ist nicht automatisch verboten, aber ohne klare Angabe, was genau gemeint ist und welche Daten das stützen, ist die Aussage riskant. Auch Nachhaltigkeitssiegel ohne öffentlich zugängliches, unabhängig geprüftes Kriteriensystem geraten in die Grauzone. Und Zukunftsversprechen wie „Wir werden bis 2030 klimaneutral" brauchen einen transparenten Umsetzungsplan.
Schaut jetzt durch eure Website, Anzeigen und Social-Media-Inhalte. Überall, wo Nachhaltigkeitsaussagen stehen: Können wir das konkret belegen? Wenn nicht, ist es Zeit, die Formulierung zu schärfen, bevor jemand anderes die Frage stellt. |
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Booking.com bekommt 69,2 %. Wie viel bleibt bei euch?🏨 |
Die European Hotel Distribution Study 2026 von Hotrec, erschienen am 16. September, zeigt: In Deutschland laufen fast drei Viertel aller OTA-Buchungen über Booking Holdings, Booking.com allein kommt auf 69,2 %. Der OTA-Anteil insgesamt ist in zwölf Jahren von gut 20 auf knapp 32 % gestiegen. Was dabei oft übersehen wird: Die Stornoquote bei Booking.com ist mehr als doppelt so hoch wie im Direktvertrieb. Mehr als die Hälfte der Hotels berichtet, dass OTAs ihre Zimmerpreise unterbieten, ohne dass sie zugestimmt haben. Und die meisten Hotels wickeln Zahlungen bereits über das System von Booking Holdings ab. Wer Preis, Zahlung und Kundendaten nach und nach abgibt, merkt irgendwann, dass die Gästebeziehung längst woanders sitzt. Direktvertrieb ist nicht automatisch stark, weil eine Buchungsmaschine auf der Website läuft. Er ist stark, wenn er dem Gast einen echten Grund gibt, direkt zu buchen und wenn das Hotel danach den Kontakt hält, statt ihn der Plattform zu überlassen. |
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Hotel-Abo: Klingt gut. Rechnet sich selten.🔑 |
Monatliche Mitgliedschaften gegen Rabatte oder Freinächte. Abo-Modelle versprechen planbare Einnahmen und treue Gäste. Die EHL hat das Modell analysiert und kommt zu einem nüchternen Befund: Das Grundproblem ist das Yield Management. Wer Abo-Mitglieder zu Spitzenzeiten ins Haus lässt, verliert genau dort Umsatz, wo er am meisten verdienen könnte. Zoku und citizenM haben Freinächte inzwischen wieder gestrichen. Inspirato hat die Mitgliederzahl auf 2.500 gedeckelt und den Jahrespreis auf 40.000 US-Dollar angehoben. Für unabhängige Häuser bleibt das ein Nischenmodell. Loyalität lässt sich auch ohne Abo aufbauen, mit einem guten Direktbuchungsangebot und dem Kontakt, der nach dem Aufenthalt nicht abbricht. |
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