Zwei Nachrichten von Google
Google hat gleich zwei Neuigkeiten geliefert, die eure Sichtbarkeit betreffen. Die eine verlangt, dass ihr bis September aktiv werdet. Die andere ist eher ein Signal, das ihr im Blick behalten solltet. Beide zeigen: Wie Gäste euch über Google finden, ist gerade in Bewegung. |
| Google Hotel Ads: Ab 30. September müsst ihr aktiv werden 📊 |
Google ändert zum 30. September die Regeln für Hotelanzeigen. Bisher gab es die sogenannten Third-Party Rates: Hotels konnten in Google Hotel Ads erscheinen, ohne einen eigenen Preisfeed zu betreiben, weil Google die Ratendaten selbst beschaffte. Diese Funktion fällt nun weg.
Der Grund: Die auf diesem Weg beschafften Preise stimmen häufig nicht mit den tatsächlichen Raten auf der Hotel-Website überein. Das sorgt für enttäuschte Nutzer, und genau das will Google vermeiden.
Für Hotels bedeutet das: Wer weiterhin mit eigenen Raten in Google Hotel Ads sichtbar sein möchte, braucht eine direkte Datenverbindung zum Google Hotel Center, entweder über das eigene Reservierungssystem oder einen zertifizierten Technologiepartner.
Die Umstellung ist damit nicht nur Pflicht, sondern auch eine Chance. Wer seine direkte Anbindung sauber aufsetzt, kann eigene Preise besser kontrollieren, gegen OTA-Raten antreten und mehr Gäste auf die eigene Buchungsstrecke führen. Da Einrichtung und Prüfung mehrere Wochen dauern können, sollte die technische Anbindung jetzt geprüft werden. |
| EU-Strafe gegen Google: Was bedeutet das für die Hotelsuche? ⚖️ |
Die EU hat Google am 23. Juli wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act mit insgesamt 890 Millionen Euro bestraft. Ein zentraler Vorwurf: Google soll eigene Dienste in der Suche prominenter dargestellt haben als vergleichbare Angebote von Drittanbietern. Die EU nennt dabei ausdrücklich auch Hotel-Ergebnisse.
Für Hotels ist das spannend, weil Google in der Reiseplanung eine zentrale Rolle spielt. Wenn sich durch die stärkere Durchsetzung des DMA langfristig verändert, wie Hotel-Websites, OTAs, Metasuchmaschinen oder Google-eigene Module angezeigt werden, kann das Auswirkungen auf digitale Sichtbarkeit und Direktbuchungen haben.
Konkrete Maßnahmen lassen sich daraus aktuell noch nicht ableiten. Google hat Widerstand angekündigt, und die Umsetzung ist offen. Trotzdem zeigt der Fall: Hotels sollten ihre Sichtbarkeit nicht von einem Kanal abhängig machen. Website, SEO, Google-Profil, Metasearch, Bewertungen und Inhalte bleiben entscheidend, um auch bei Veränderungen in der Suche gut aufgestellt zu sein. |
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